Donnerstag, 23. November 2017
Notruf: 112

Lüfter

LF 16/12

 

Der Überdrucklüfter MT236 der Firma Tempest, wegen seines propellerähnlichen Lüfterrades auch Propellerlüfter genannt, wird eingesetzt, um bei Brandeinsätzen verrauchte Gebäude zu belüften und die Rauchgase nach außen zu befördern. Er ist Bestandteil der Beladung des LF 16/12 der FF Dahn und hat eine Förderleistung von 29.300 m³ Luft in der Stunde.
Dieses Belüftungsgerät wird mit einem Verbrennungsmotor angetrieben kann daher nicht in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden.
Die Belüftung mit dem Überdrucklüfter basiert auf dem Prinzip des Überdrucks. Im brennenden Gebäude wird eine Zuluftöffnung geschaffen (dies ist in der Regel die Eingangstür oder eine andere Öffnung, über die der Innenangriff erfolgt). An einer anderen Stelle wird vor Inbetriebnahme des Lüfters eine Abluftöffnung geschaffen, indem z.B. ein Fenster geöffnet wird. Das Größenverhältnis zwischen Zuluft- und Abluftöffnung darf maximal zwischen 1 : ½ und 1 : 3 liegen.
Sind diese Voraussetzungen erfüllt, so wird der Lüfter vor die Zuluftöffnung gestellt und so in Betrieb genommen, dass der Luftstrom diese komplett eindeckt. Im Gebäudeinneren baut sich nun ein Überdruck auf und die Brandgase entweichen über die Abluftöffnung. Das Gebäude arbeitet also wie ein „Windkessel“.

DLK 18/12

Tempest MT245

RW

Temepst ESP230 (elektrisch betrieben)

Achtung:
Das Funktionsprinzip wurde hier nur in gröbsten Zügen dargestellt. Eine Vielzahl weiterer wichtiger Faktoren, die beim Einsatz des Überdrucklüfters beachtet werden müssen, wurde hier, um das Gerät für Laien verständlicher zu machen, weggelassen.
Belüftung ist bei der Feuerwehr ein sehr komplexes Thema. So wird hierfür an der Feuerwehr- und Katastrophenschutzschule Rheinland-Pfalz (LFKS) in Koblenz ein eigenes Seminar angeboten.


Kontakt

Freiwillige Feuerwehr Dahn
An der Feuerwache 1
66994 Dahn

info ... feuerwehr-dahn.de