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2013-07-26 Zugübung VU

26. Juli 2013: Zugübung Verkehrsunfall
Am Freitag, den 26. Juli 2013 fand bei sommerlich, heißen Temperaturen eine Zugübung Technische Hilfe statt. Bei dieser Übung wurde die Feuerwehr durch rettungsdienstlich ausgebildetes Personal des DRK Ortsvereins Dahn und der Schnelleinsatzgruppe-Sanität (SEG-San) unterstützt, um die Übung so realitätsnah wie möglich zu gestalten
Angenommen wurde ein schwerer Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen und vier verletzten Personen. Ein Fahrzeug (VW) ist nach dem Zusammenprall mit dem anderen Fahrzeug (Opel) seitlich gegen einen Baum geprallt. Der Opel überschlug sich infolge des Zusammenpralls und stürzte circa 30 Meter entfernt vom VW 10 Meter einen Hang hinunter und blieb dort auf dem Dach liegen.

Das erst eintreffende Fahrzeug war, wie in der Realität auch, ein Rettungswagen. Dieser kümmerte sich sofort um die zwei eingeklemmten Verletzten im VW. Kurz darauf traf das LF 16/12 ein, dessen Fahrzeugführer stellte nach umfangreicher Erkundung ein zweites beteiligtes Fahrzeug fest. Hierbei handelte es sich um den Opel, der den Hang heruntergestürzt war. In diesem Fahrzeug war eine Person eingeklemmt, eine weitere Person war aus dem Fahrzeug geschleudert worden und lag etwas abseits der Unfallstelle. Während die technische Rettung am VW vorbereitet wurde, übernahm der zwischenzeitlich eingetroffene RW 2 die Erstmaßnahmen am Opel.
Nach Absprache mit dem Rettungsdienst wurde die eingeklemmte Person im VW auf dem Rücksitz der Beifahrerseite zuerst befreit. Hierzu wurde zunächst der Brandschutz zweifach (Pulver/Wasser) sichergestellt. Gleichzeitig wurde die Geräteablage mit allen benötigten Geräten aufgebaut. Um eine erste Zugangsöffnung zu schaffen wurde die Tür herausgetrennt, sowie die B-Säule entfernt. Ebenfalls wurden die A- sowie C-Säule durchtrennt, um mit dem Wegdrücken des Daches durch mehrere Rettungszylinder mehr Raum zum Retten der Person zu gewinnen. Diese wurde dann mit dem Spineboard schonend aus dem Fahrzeug gerettet, da bei ihr der Verdacht auf eine Beckenfraktur bestand. Die Rettung der Person auf dem Fahrersitz gestaltete sich schwierig, sie war schwer eingeklemmt und hatte zusätzlich eine Pfählungsverletzung. Eine Rettung durch die Fahrertür war unmöglich, da einerseits der Baum den Platz massiv einschränkte und andererseits der Hang ein Arbeiten dort unmöglich machte. Nach dem Wegdrücken der Fahrzeugfront durch weitere Rettungszylinder sowie dem Entfernen der Beifahrersitzrückenlehne wurde auch diese Person mittels Spineboard befreit.

Parallel zur Rettung am VW wurde am Opel von der Besatzung des RW 2 sowie des MZF 3 mit der technischen Rettung begonnen. Da das Fahrzeug am Hang auf dem Dach lag, wurde es mittels Stab-Fast gegen weiteres Abrutschen gesichert, was sich auf dem Waldboden äußerst schwierig gestaltete. Danach wurde durch Entfernung der Fahrertür zunächst eine Zugangsöffnung geschaffen. Weiterhin wurde versucht, den Fahrzeugboden vom Dach wegzudrücken, um mehr Platz für die Rettung zu schaffen. Dies bereitete Probleme, da zum einen das Fahrzeug mit viel Materialaufwand ständig unterbaut werden musste und zum anderen aus Platzgründen der Einsatz der Rettungszylinder äußerst schwierig war. Das Fahrzeug war einfach zu sehr zusammengedrückt, um genügend Platz für eine patientenorientierte Rettung zu gewinnen. Deshalb und auch aufgrund fortschreitender Einsatzdauer entschied man sich nun für eine Crashrettung. Nun wurde schnellstmöglich versucht, so viel Platz wie möglich zu schaffen, um den Patient dann mit einem Spineboard retten zu können. Nach wenigen Minuten war dies dann geschafft und alle Verletzten befreit und dem Rettungsdienst übergeben.

Im Anschluss wurde beim gemeinsamen Grillen von Rettungsdienst und Feuerwehr Bilanz gezogen und positive wie negative Dinge der Übung besprochen.
Ein Dank auch an das Forstamt Wasgau, die Firma Rotec, das Autohaus Schlosser und das THW Hauenstein mit deren Unterstützung diese realitätsnahe Übung erst möglich wurde.

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