Gebäudebrand Dahn

Veröffentlicht in historische Einsätze

Datum: Freitag, 08.06.2007
Alarmzeit: 14:06 Uhr
Einsatzdauer: 05h 30min
Einsatzkräfte: 28
Fahrzeuge: LF 16/12, DLK 18/12, TLF 16/45-W, RW 2, ELW 1, Kdow, MZF 3
Sonstige: TSF Erfweiler, MTF-L Erfweiler, TSF-W Bundenthal, MTF Bundenthal, MLF Bruchweiler, MLF Busenberg, MTF Busenberg, TSF Schindhard, TSF Rumbach, MLF Hinterweidenthal, GW-AS Rodalben, ELW 1 Bad Bergzabern, NEF Dahn, RTW Dahn, KTW Dahn, Polizei Dahn, Kriminalpolizei Pirmasens, Notfallseelsorge, E-Werk der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland, Presse

 

Das Alarmstichwort in den Mittagsstunden lautete „Dachstuhlbrand in Dahn, zwei Personen noch im Gebäude“. Bereits fünf Minuten nach der Alarmierung war das erste ausgerückte Fahrzeug an der Einsatzstelle, der gesamte Löschzug folgte im Minutentakt. Die ersteintreffenden Kräfte fanden ein an den Hang am Waldrand gebautes Haus in Vollbrand vom Erdgeschoss bis zum ersten Obergeschoss vor, das Feuer war im Begriff auf das Dachgeschoss überzugreifen. Die Hausbesitzerin befand sich bereits außerhalb des Gebäudes und teilte mit, dass sonst niemand mehr im Haus wäre.

Durch den sofort eingeleiteten massiven Löschangriff mit einem C-Rohr sowie dem Wenderohr der Drehleiter im Außen- und den umsichtigen Einsatz von zwei Atemschutztrupps mit zwei C-Rohren im Innenangriff konnte das Feuer innerhalb kurzer Zeit unter Kontrolle gebracht und ein Feuerübergriff auf den Dachstuhl sowie den Anbau in buchstäblich letzter Minute verhindert werden. Da bereits kurz nach Einsatzbeginn absehbar war, dass für die Nachlöscharbeiten weitere Atemschutzgeräteträger benötigt werden und aufgrund der hohen sommerlichen Temperaturen (ca. 31° C bei schwülem Wetter) zusätzliche Ablösekräfte gebraucht werden würden, wurden weitere Feuerwehren mit Atemschutzgeräteträgern und der Gerätewagen Atemschutz des Landkreises Südwestpfalz aus Rodalben alarmiert.

Während der Löscharbeiten erlitt ein unter Pressluftatmer eingesetzter Feuerwehrangehöriger aufgrund einer Dehydrierung einen Kreislaufzusammenbruch und wurde vom Rettungsdienst mit Notarzt ins Krankenhaus verbracht, woraus er erfreulicherweise bereits am Abend wieder entlassen werden konnte.
Zur Suche der im Dachgeschoss reichlich vorhandenen Brandnester wurden das Fernthermometer vom LF 16/12 sowie die Wärmebildkamera der zur Nachbarschaftshilfe geeilten Feuerwehr Bad Bergzabern eingesetzt. Im Zuge der Löscharbeiten konnten zwei Hunde sowie eine in einem Terrarium befindliche Schlange ins Freie verbracht und gerettet werden. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in den späten Abend hin.

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