Freitag, 24. November 2017
Notruf: 112

Alarmierung

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen einen kleinen Überblick über den Ablauf einer Alarmierung geben, wenn für die Feuerwehr ein Einsatz gemeldet wird.

Seit 25.02.2010 ist die Integrierte Leitstelle Südpfalz (ILS) des Deutschen Roten Kreuzes in Landau in der Pfalz für die Alarmierung der Feuerwehren und Rettungsdienste im Landkreis Südwestpfalz, LK Germersheim, LK Südliche Weinstraße, Landau in der Pfalz, Pirmasens und Zweibrücken zuständig.

Wenn nun jemand einen Brand oder ein sonstiges Schadensereignis beispielsweise in Dahn, welches den Einsatz der Feuerwehr erforderlich macht, bemerkt, wählt er die Notrufnummer 112 und wird sofort mit einem Disponenten der ILS Südpfalz verbunden.

Die Leitstellendisponenten fragen den Notruf qualifiziert ab und geben die vom Anrufer gemachten Angaben in ein Alarmprogramm am PC ein. Über dieses Alarmprogramm wird dann die Feuerwehr Dahn alarmiert.

Die Leitstelle alarmiert dann je nach Einsatzstichwort die im Rechner vorgegebenen Rufgruppen der Feuerwehr Dahn. Eine Rufgruppe besteht aus einer bestimmten Anzahl von Personen, die alle über eine Melderschleife alarmiert werden können. Es gibt unterschiedliche Melderschleifen, z.B. Tagesalarmschleife, Drehleiter-Besatzung, Personal der Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ) usw. Bei der Alarmierung geben die Meldeempfänger akustisch, optisch und per Vibration Alarm.

Die Alarmierung über Sirene gehört in Dahn schon lange der Vergangenheit an. Bereits vor über 20 Jahren wurden sogenannte Funkmeldeempfänger (FME), im Volksmund häufig „Piepser“ genannt, angeschafft. Mit diesen Funkmeldeempfängern, das sind etwa zigarettenschachtelgroße Geräte, ist die gesamte Mannschaft der Feuerwehr Dahn ausgestattet. Seit Anfang 2016 nun wird digital alarmiert, was bedeutet, dass zeitgleich mit der Alarmierung ein Infotext mit Einsatzart und Einsatzort versendet wird, sodass sich jeder Feuerwehrangehörige sofort auf das anstehende Einsatzszenario einstellen kann. Dieser könnte beispielsweise so aussehen: „B4/Gebäudebrand/Dahn/An der Feuerwache 1.“ Jetzt weiß der einzelne Feuerwehrangehörige, was ihn erwartet und begibt sich auf dem schnellstmöglichen Weg zum Feuerwehrhaus.

Dort wird von der FEZ aus der Alarm bei der Leitstelle bestätigt. Dies dient dazu, dass die Leitstelle sich vergewissern kann, ob der Alarm überhaupt angekommen ist. Sind mittlerweile weitere Details zum Einsatz bekannt geworden, werden diese von der Leitstelle mitgeteilt.

Die Feuerwehrangehörigen ziehen sich in der Umkleide um, d.h. sie legen ihre Einsatzkleidung an, verteilen sich auf die ausrückenden Fahrzeuge (bei jedem Einsatzstichwort rücken andere Fahrzeuge in einer anderen Reihenfolge aus) und fahren zum Einsatzort.

Dort angekommen, kann mit den Lösch- oder Rettungsarbeiten begonnen werden.

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Einsatzfahrten der FW

Einsatzfahrten von Rettungsmitteln jeglicher Art sorgen ständig für brenzlige Situationen im Straßenverkehr. Viele Verkehrsteilnehmer sind verunsichert und verhalten sich falsch, wenn im Rückspiegel plötzlich Blaulichter auftauchen und das Martinshorn dröhnt.

Für Feuerwehrangehörige, die in einem Notfall möglichst schnell das Feuerwehrhaus aufsuchen, besteht §35 StVO „Sonderechte“. Dieser Paragraph befreit den Feuerwehrangehörigen von diversen Verordnungen der StVO (z.B. Übertreten der Höchstgeschwindigkeit) sowohl im Privat- als auch Einsatzfahrzeug, jedoch immer (!) unter Berücksichtigung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Die "Übertretung" der StVO, von deren Ahndung wir während der Einsatzfahrt größtenteils befreit sind - sofern keine Personen gefährdet werden - ist nur genehmigt wenn höchste Eile geboten ist, um Menschenleben zu retten, gesundheitliche Schäden abzuwenden oder bedeutende Sachwerte zu erhalten.

Gemäß §38 StVO "Wegerecht" müssen andere Verkehrsteilnehmer bei Verwendung des Martinshorn und blauem Blinklicht "sofort freie Bahn schaffen". Blaulicht allein ist grundsätzlich nur eine Warneinrichtung, zum Beispiel zur Absicherung von Einsatzstellen.

Die frühzeitige Ankündigung mit Blaulicht und Tonsignal eines Einsatzfahrzeugs soll jedem Verkehrsteilnehmer die Möglichkeit geben, rechtzeitig zu reagieren und so gefährliche Fahrmanöver oder gar Unfälle zu vermeiden. Das gilt im Berufsverkehr ebenso wie nachts, wenn scheinbar keiner unterwegs ist.
Selbst wenn sie doch einmal durch das Martinshorn geweckt werden sollten, haben sie bitte Verständnis dafür, denn wenn Sie einmal unsere professionelle Hilfe brauchen, sind Sie sicherlich für einen schnellen Einsatz dankbar. Denn wenn es um Ihr Hab und Gut oder sogar um Ihr Leben oder das Ihrer eigenen Familie geht, wäre es Ihnen auch ziemlich egal, ob jemand anderes vielleicht durch die anrückenden Einsatzfahrzeuge von Rettungsdienst, Polizei oder Feuerwehr geweckt wird. Die Rettungskräfte bzw. Feuerwehrleute, die bis vor wenigen Minuten ebenfalls noch in ihren Betten lagen, haben vielleicht in den nächsten Stunden keine Gelegenheit mehr zu schlafen – und müssen am nächsten Morgen genauso wieder zur Arbeit wie Sie.

Viele Verkehrsteilnehmer sind verunsichert und verhalten sich falsch, wenn im Rückspiegel plötzlich Blaulichter auftauchen und das Martinshorn dröhnt. Die häufigste Fehlreaktion: das unvermittelte Abbremsen mitten auf der Fahrbahn. Damit riskieren Sie nicht nur einen Auffahrunfall mit anderen Fahrzeugen, Sie erreichen eher das Gegenteil vom Gewünschten: Sie behindern das Einsatzfahrzeug.

Am Besten Sie folgen folgenden Grundsätzen:
1)      Stellen Sie fest, woher das Sondersignal kommt (NIE plötzlich abbremsen!!!)
2)      Versuchen Sie vorauszusehen, wohin das Einsatzfahrzeug fährt (Blinker)
3)      Fahren Sie am Besten rechts an den Fahrbahnrand und signalisieren Sie das mit gesetztem Blinker - sollte dies nicht möglich sein, fahren Sie mit normaler Geschwindigkeit weiter bis zur nächstmöglichen Ausweichstelle

Wissenswert: An einer roten Ampel dürfen Sie einem Einsatzfahrzeug auch Platz machen, indem Sie vorsichtig in die Kreuzung einfahren. In diesem Fall begehen Sie keinen Verkehrsverstoß. Aber hier gilt äußerste Vorsicht!!!

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ILS Südpfalz

Seit Januar 2010 hat die Integrierte Leitstelle in Landau in der Pfalz die Alarmierung für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz in den kreisfreien Städten Landau in der Pfalz, Pirmasens, Zweibrücken sowie den Landkreisen Germersheim, Südliche Weinstraße und Südwestpfalz übernommen. Die von der DRK Rettungsdienst Südpfalz GmbH betriebene Leistelle umfasst das Gebiet von Kandel bis Zweibrücken mit circa 460.000 Einwohnern.

Die ILS Südpfalz beschäftigt 23 hauptberufliche Mitarbeiter. Davon sind zwei Mitarbeiter für die Leitung der Leitstelle und ein Mitarbeiter für die umfassende Systemverwaltung zuständig.

Die restlichen 20 Mitarbeiter sind Disponenten, welche für die Alarmierungen und den Funkverkehr von Rettungsdienst, Feuerwehr und THW zuständig sind.

Tagsüber von 6-22 Uhr sind 3 Disponenten im Schichtbetrieb dauerhaft in der Leitstelle und nehmen Notrufe entgegen, zusätzlich werden diese in der Zeit von 8-16 Uhr von einem Mann verstärkt. Nachts ist die Besetzung auf zwei Disponenten reduziert. Bei einer großen Anzahl an Einsätzen bzw. bei Großschadenslagen - wie beispielsweise bei einem Unwetter - können Disponenten zusätzlich in die Leitstelle gerufen werden.

Über die einheitliche Notrufnummer 112 wird man direkt mit einem der Disponenten verbunden, welche den Notruf dann annehmen und nach einem vorgegebenen Schema abfragen. Die bekannten 5 W-Fragen

Was ist passiert?
Wo ist es passiert?
Wie viele Verletzte gibt es?
Um Welche Art(en) von Verletzung(en) handelt es sich?
Warten auf Rückfragen!

spielen heutzutage eine eher nebensächliche Rolle. Die zurzeit praktizierte Notrufabfrage orientiert sich jedoch daran.

Als Erstes wird vom Anrufer abgefragt, WO der Notfall passiert ist und unter welcher Nummer man ihn bei Rückfragen erreichen kann. Denn wenn nun die Verbindung abreist kann trotzdem Hilfe zum Einsatzort geschickt werden. Erst danach wird gefragt, was passiert ist und wieviele Verletzte es gibt.

Parallel zur Abfrage gibt der Disponent die Daten über den Einsatz in ein speziellen Einsatzleitprogramm ein. Je nach vordefiniertem Alarmplan schlägt das Programm dem Disponenten die zu alarmierenden Feuerwehren vor. Diese können dann über Funkmeldeempfänger (auch als Piepser oder Melder bekannt) oder Sirenen alarmiert werden.

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Impressum

Webmaster: Sebastian Hoock, Moritz Koch

Technische Umsetzung: Thomas Wagner, Sebastian Hoock

Bilder: Christoph Amberger, Jens Anslinger Sebastian Hoock, Torsten Germann, Thomas Schmitz, Holger Keller, Moritz Koch

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Freiwillige Feuerwehr Dahn
An der Feuerwache 1
66994 Dahn

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