Datum: Freitag, 11.09.2026
Alarmzeit: 19:17 Uhr
Einsatzdauer: 08h 30min
Einsatzkräfte: 28
Fahrzeuge: ELW 1, TLF 16/45, MZF 3, MTF, KLAF
Sonstige: MLF Fischbach, MZF 2 Fischbach, KLF Ludwigswinkel, TSF-W Schönau, TSF Hirschthal, KLF Rumbach, Waldbrand-TLF Pirmasens, TLF Rodalben, TLF Lemberg, FW Ruppertsweiler, SEG-V/B LK Südwestpfalz, Forstamt Wasgau, THW Hauenstein, Polizei Dahn
Während nahe Erlenbach bei Dahn keine Rauchentwicklung festgestellt werden konnte (Einsatz-Nr. 138), gingen sowohl auf der Integrierten Rettungsleitstelle in Landau als auch bei der Polizei in Kaiserslautern Anrufe über eine Rauchentwicklung nordwestlich von Fischbach bei Dahn am Braunsberg ein. Über die Deutsche Flugsicherung wurde ebenso eine Rauchentwicklung in diesem Bereich durch einen Hobbypiloten gemeldet. Dies konnte durch die in der Luft befindliche Drohne des Einsatzleitwagens in Bundenthal bestätigt werden.
Nach der Alarmierung der örtlichen Kräfte konnte im Bereich zwischen Glastal und der Erhöhung "Rad, 430m" nahe der L 487 ein ca. 5.000 m² großer Waldbrand festgestellt werden. Das Bodenfeuer breitete sich in alle Richtungen aus. Mit Waldbrandwerkzeugen, Wasserwesten, C- und D-Strahlrohren gelang es den Einsatzkräften nach Einbruch der Dunkelheit, das Bodenfeuer einzudämmen und an der Ausbreitung zu hindern. Da die Einsatzstelle genau auf der Gemeindegrenze zwischen dem Dahner Felsenland und Pirmasens-Land lag, wurden auch die Feuerwehren Rupperstweiler, Eppenbrunn und Lemberg hinzualarmiert.
Zusätzlich wurden aus Rodalben und Pirmasens Tanklöschfahrzeuge (TLF) nachgefordert, um dem Wasserbedarf an der Einsatzstelle zu decken. Dafür wurden an der Einsatzstelle zwei Wasserbehälter als Pufferspeicher aufgebaut, die jeweils ein Fassungsvermögen von ca. 5.000 Liter haben. Die vier im Pendelverkehr fahrenden Tanklöschfahrzeugen befüllten diese im Verlaufe des Abends bzw. der Nacht mehr als ein Dutzend Mal. Die Wasserentnahmestelle für die TLF wurde am Ortseingang Fischbach bei Dahn eingerichtet.
Die brennende Waldfläche wurde sowohl aus Luft mit der Drohne als auch am Boden mit Wärmebildkameras kontinuierlich kontrolliert. Die Nachlöscharbeiten zogen sich aufgrund Topografie im Steilhang bis 4 Uhr in der Nacht. Aufgrund der langen Einsatzdauer wurde das Katastrophenschutzmodul Verpflegung und Betreuung des Landkreis Südwestpfalz angefordert, die am Abend und in der Nacht rund 90 Einsatzkräfte mit Essen und Getränken versorgte. Das THW Hauenstein lieferte den für die längere Einsatzdauer benötigten Kraftstoff für die Fahrzeuge und Pumpen.
Im Laufe des Samstagmorgen kontrollierten Feuerwehren der VG Pirmasens-Land die Brandfläche auf Glutnester. Am Samstagmittag wurden die vor Ort belassenen Schläuche durch Kräfte der VG Dahner Felsenland abgebaut. Als mögliche Ursache des Waldbrandes konnte im Brandgebiet ein Lagerfeuer festgestellt werden. Hinweise auf den oder die Verursacher nimmt die Polizei Dahn unter der 0631/369-15299 entgegen. Wir weisen darauf hin, dass trotz der Regenfälle in den letzten Wochen Waldbrandstufe 3 von 5 gilt. Das Eröffnen von Feuer und das Rauchen im Bereich des Waldes sind aber auch generell aus gutem Grund strengstens verboten.
